Theater

 

"Theatron" war jener Bereich in den altgriechischen Amphitheatern, in dem die Zuschauer saßen. Die Bühne gehörte interessanterweise nicht zum "Theatron". Deshalb ist wörtliche Übersetzung von "Theatron" auch "Raum zum Schauen". Ich habe den Großteil meines beruflichen Lebens Theater gemacht. Ich habe Theater gespielt, Theaterstücke inszeniert, Theaterstücke geschrieben, Theaterinszenierungen produziert, Theaterhäuser gebaut, Theaterhäuser geleitet ...

Ich habe Theater immer als "Raum zum Schauen" verstanden. Als Ort des inneren Sehens, als besondere Stätte, in der sich Menschen versammeln, weil ein tiefes inneres Bedürfnis sie antreibt, sich Fragen über sich selbst zu stellen - über sich als Einzelwesen, über sich als gemeinschaftliches Wesen. Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Wer sind wir? Theater war und ist für mich ein Experimental-Labor, ein Institut zur Erforschung der inneren Heiterkeit.

Wenn ich Theater photographiere, photographiere ich Räume zum Schauen und erschaffe in den entstehenden Photographien neue "Räume zum Schauen". Der Weg der inneren Erkenntnis ist der Weg des inneren Hörens der Welt.

 

Zwei Serien mit insgesamt 18 Bildern.



Aus der Serie: 

Verrückt, weil verliebt

Collage aus Shakespeare-Texten | 11 Bilder

 


"Behüterin des Zorns" | 2015 | aus der Serie "Verliebt, weil verrückt" | copyright: www.ingo-woesner.de


Aus der Serie: 

Kaufleute suchen Venedig

Die Shakespeare Company Berlin inszeniert den "Kaufmann von Venedig" | 7 Bilder

 


"Kaufleute suchen Venedig I" | 2016 | aus der Serie "Kaufleute suchen Venedig" | copyright: www.ingo-woesner.de